“Peter Löw besitzt in Baden-Baden schon zwölf historische Gebäude. Der Investor erklärt, warum er europaweit denkmalgeschützte Häuser kauft und was ihn mit Baden-Baden verbindet.”
von Sarah Reith, BNN
Orlacher Missale: Die mittelalterliche Handschrift geht in deutsche Hände zurück –
Artikel von Dr. Barbara Stühlmeyer, erschienen in der Tagespost vom 16. Juli 2026, Seite 18
Das European Heritage Project hat seine Sammlung um einen außergewöhnlichen Neuzugang erweitert: das sogenannte Orlacher Missale, ein seltenes Messbuch aus dem späten 11. Jahrhundert. Als bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Buch- und Kulturgeschichte stellt die Handschrift einen wertvollen Beitrag zur Erforschung des europäischen Erbes dar. Es handelt sich um das einzige vollständig erhaltene Missale aus dieser Zeit. Es eröffnet einen neuen Blick auf das Liturgieverständnis aus der Zeit vor dem Wormser Konkordat (Investiturstreit) und erschließt bisher unbekannte liturgische Vertonungen.
Dem European Heritage Project gelang es 2026, das Orlacher Missale zu erwerben und damit einen bereits vereinbarten Verkauf an ein chinesisches Unternehmen zu verhindern. Andernfalls wäre das Werk auf unabsehbare Zeit der Öffentlichkeit entzogen und seiner Ursprungsregion dauerhaft verloren gegangen.
Das European Heritage Project versteht Kulturerbe nicht ausschließlich als Bauwerke und Denkmäler. Auch historische Bücher können einzigartige Zeugnisse der europäischen Geschichte sein. Sie bewahren Wissen, dokumentieren die Gedankenwelt ihrer Zeit und ermöglichen es, kulturelle, politische und gesellschaftliche Entwicklungen über Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen. Sie sind unverzichtbare Quellen, die das kulturelle Gedächtnis Europas bewahren und für zukünftige Generationen zugänglich machen.
Das European Heritage Project versteht Kulturerbe nicht ausschließlich als Bauwerke und Denkmäler. Auch historische Bücher können einzigartige Zeugnisse der europäischen Geschichte sein. Sie bewahren Wissen, dokumentieren die Gedankenwelt ihrer Zeit und ermöglichen es, kulturelle, politische und gesellschaftliche Entwicklungen über Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen. Sie sind unverzichtbare Quellen, die das kulturelle Gedächtnis Europas bewahren und für zukünftige Generationen zugänglich machen.
Dieses einzigartige historisches Buch wurde in den Bestand des European Heritage Projects aufgenommen, da es aufgrund seines Alters, seiner Seltenheit, seiner historischen Aussagekraft und seiner besonderen Provenienz einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis des europäischen Kulturerbes leistet.
Das European Heritage Project hat sich neben dem Erhalt des Missales dazu entschlossen, es der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck begrüßte das European Heritage Project kürzlich Expertinnen und Experten der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Bayerischen Staatsbibliothek sowie Fachwissenschaftler aus ganz Deutschland aus den Bereichen Sprach- und Handschriftenforschung zu einer ersten gemeinsamen Begutachtung.
In den kommenden Monaten wird das Missale in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen intensiv untersucht und wissenschaftlich erschlossen. Ziel ist es, Herkunft, Entstehung, sprachliche Besonderheiten und historische Einordnung des Manuskripts umfassend zu dokumentieren.
Im Anschluss ist die vollständige Digitalisierung der Handschrift geplant. Damit soll dieses außergewöhnliche Kulturgut nicht nur langfristig gesichert, sondern auch Forschenden und interessierten Menschen weltweit zur Verfügung gestellt werden
München, 18. Juni 2026 – Eine besondere Ehrung wurde am Donnerstag Prof. Dr. Dr. Löw zuteil: Für seine herausragenden Verdienste um das Projekt European Heritage Project wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. Die Auszeichnung gilt als höchste Ehrung der Republik Österreich auf den Gebieten der Wissenschaft und Kunst.
Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst wird durch den Bundespräsidenten der Republik Österreich, Prof. Dr. Alexander Van der Bellen, verliehen. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch die Kurie, die Versammlung der österreichischen Trägerinnen und Träger dieser renommierten Auszeichnung.
Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in München überreichte der österreichische Generalkonsul Adalbert Bicserdy die Auszeichnung sowie die dazugehörige Urkunde an Prof. Dr. Dr. Löw. Zahlreiche geladene Gäste wohnten der Verleihung bei und würdigten die außergewöhnlichen Leistungen des Geehrten. Zu den Ehrengästen zählten unter anderem Mona Fuchs, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, DDr. Karl Gollegger, ehemaliger Bürgermeister Stellvertreter der Stadt Salzburg, Hannes Heide, Mitglied des Europäischen Parlaments aus Bad Ischl, sowie Dr. Ingo Friedrich, Vizepräsident des EU-Parlaments a.D..
Mit dem European Heritage Project setzt sich Prof. Dr. Dr. Löw seit Jahren für die Bewahrung, Restaurierung und nachhaltige Entwicklung bedeutender europäischer Kulturdenkmäler ein. Die Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst unterstreicht die internationale Anerkennung seines Engagements für das kulturelle Erbe Europas.

Mit Rock im Schloss findet heuer die erste öffentliche Konzertveranstaltung auf Schloss Hofhegnenberg statt. Dabei tritt Hausherrin und Sängerin Cat Lion mit ihren Tänzerinnen auf. Außerdem sorgt die Rock-Coverband Stilettos für Stimmung.
Artikel aus dem Magazin ROTOUR vom 12. Januar 2026
ROTOUR – Bewahrer der Vergangenheit
Schloss Frankenberg fesselt den Blick. Auf einem Bergsporn des südlichen Steigerwalds gelegen, nur wenige Kilometer von Weigenheim entfernt, hatte das Schloss in den letzten Jahrzehnten eine wechselhafte Geschichte. Es kam dem Verfall immer näher, bis im Jahr 2014 Peter Löw als rettender Märchenprinz auf der Bildfläche auftauchte.
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Artikel aus der Süddeutschen Zeitung von Sabine Bader


